Dossier

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) verurteilt die anhaltenden Angriffe auf zivile Seeleute, die in den eskalierenden Krieg im Iran und im Nahen Osten verwickelt sind, und warnt davor, dass die Beschäftigten der weltweiten Schifffahrtsbranche erneut direkt in die Schusslinie geraten. (…) Seit die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel am 28. Februar die „Operation Epic Fury“ gegen den Iran gestartet haben, erhält ITF Seafarers’ Support täglich eine Vielzahl von Anfragen von Seeleuten, die Rat und Unterstützung suchen. Zu den häufigsten Anliegen der Seeleute gehören die Klärung ihrer Rechte und Schutzmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Rückführungsanträgen und Fragen zu ihrem Recht, die Einfahrt in das Gebiet zu verweigern

…“ engl.

ITF-Meldung vom 5. März 2026

(maschinenübersetzt) und mehr dazu:

[Erneut kamen vier Seeleute ums Leben] Straße von Hormus: Zivile Seefahrt zwischen den Fronten

Der Kampf um die beiden strategischen Meerengen im Nahen Osten wird zunehmend mit Waffengewalt gegen zivile Schiffe ausgetragen. Vier Seeleute des unter ägyptischer Flagge fahrenden Frachters »Tihamah« kamen am Dienstag bei einem mutmaßlichen Angriff der jemenitischen Ansarollah-Bewegung in der Meerenge Bab Al-Mandab ums Leben. Zwei jemenitische Rettungskräfte einer gegen Ansarollah kämpfenden Einheit wurden demnach bei einem anschließenden Bergungseinsatz getötet

, zehn weitere Menschen verletzt. Sollte sich der Vorfall bestätigen, wäre es der erste tödliche Angriff der mit Iran verbündeten Ansarollah auf die Handelsschiffahrt seit Kriegsbeginn Ende Februar.

Am selben Tag erneuerte US-Präsident Donald Trump seinen Anspruch auf die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. In der Realität vermeldeten verschiedene Anbieter von Schiffahrtsdaten in den vergangenen Tagen nur ein- bis niedrig zweistellige Zahlen bei den Durchfahrten der zentralen Handelsroute. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldet weiterhin Angriffe und Bedrohungen gegen Schiffe in Hormus, während sowohl die USA als auch Iran ihre Blockaden aufrechterhalten

…“

Artikel von Lars Lange in der jungen Welt vom 13.08.2026

Indische Seefahrt im Kreuzfeuer: Der Irankrieg trifft längst auch die zivile Schifffahrt. Die vorläufige Bilanz: sechs Tote, ein Vermisster und große Unsicherheit.

Im März erreichte die indische Millionenmetropole Mumbai die schockierende Nachricht vom ersten im Golf getöteten indischen Seefahrer aus der Stadt: Dixit Solanki. Seitdem ist trotz des mithilfe Pakistans vermittelten Abkommens in der Straße von Hormus keine Ruhe in Sicht.

Washington bombardierte zuletzt erneut Ziele im Iran. Teheran reagierte mit der Schließung der wichtigen Meerenge. Am Sonntag griff der Iran den Tanker „GFS Galaxy“ an, der unter zyprischer Flagge ohne iranische Erlaubnis die Meerenge durchqueren wollte. Die Besatzung geriet unter Beschuss, seitdem wird ein Mann indischer Herkunft vermisst. (…) Insgesamt starben im aktuellen Konflikt mindestens sechs indische Seefahrer. Im März wurde bei einem Angriff auf den Öltanker „MKD Vyom“ erstmals ein Mann aus Indien getötet, nach einem iranischen Angriff auf den Öltanker „Skylight“ starben zwei weitere indische Besatzungsmitglieder, die im Golf unter ausländischer Flagge arbeiteten.

Drei Tote bei US-Angriff

Im Juni kam es zu einem weiteren tödlichen Vorfall, bei dem drei indischstämmige Seefahrer auf dem palauischen Öltanker „MT Settebello“ getötet wurden. Sie kamen ums Leben, nachdem der Tanker von der US-Marine beschossen worden war. (…)

Zu Beginn der Krise waren laut der indischen Schifffahrtsbehörde (DG Shipping) etwa 23.000 indische Seeleute in verschiedenen Funktionen in der Golfregion im Einsatz. Derzeit sitzen nach Informationen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der Vereinten Nationen (IMO) noch rund 6.000 Seeleute verschiedener Nationalitäten auf Schiffen dort fest. Laut der iranischen Handelsmarine wurden bis Anfang April ebenfalls 44 iranische Seefahrer getötet, Angaben, die sich nicht unabhängig bestätigen lassen

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Artikel von Natalie Mayroth vom 13.7.2026 in der taz online

Gemeinsame Erklärung von ITF und JNG: Das Gebiet der kriegsähnlichen Operationen in der Straße von Hormus wird weiterhin wöchentlich überprüft

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die Gemeinsame Verhandlungsgruppe (JNG) haben als Sozialpartner des Internationalen Verhandlungsforums (IBF) vereinbart, die Einstufung der …