Kraft und Mut zur queeren kollektiven Selbstverteidigung!
Wir schreiben diesen Text mit wütenden, traurigen, zärtlichen und widerständigen Herzen.
Nach den erschütternden, aber bereits befürchteten Ereignissen am Christopher Street Day in Berlin (Samstag, 25. Juli), ist einmal mehr offensichlich, dass wir unseren Schutz und unsere Leben selber organisieren müssen.
Dies ist ein Aufruf zur kollektiven Selbstverteidigung und dazu, sich die Straße zurück zu nehmen, unabhängig davon, was die Polizei und der Staat dazu sagen. Denn unseren „Schutz gewährleisten“ können sie nie, auch wenn sie gerade mal nicht selber die anti-queere Gewalt ausüben.
Unsere Lebensweisen als queere, als migrantische, als trans, als behinderte Menschen und als Frauen werden immer wieder angegriffen durch gewalttätige patriarchale, autoritäre und faschistische Personen, Gruppierungen und Strukturen, wie z.B. auch die AfD. In diesem Sinne rufen wir dazu auf, uns zu organisieren und diesen Angriffen entschlossen, mit gegenseitiger Fürsorge und Solidarität und auch der notwendigen Militanz entgegenzutreten.
Wir stellen uns klar gegen die rassistische und anti-muslimische Instrumentalisierung der Tat.
Wir schicken allen Betroffenen, Trauernden und Kämpfenden Kraft und den Mut zum Widerstand.
Mehr queere Riots! Remember Stonewall!
Liebevolle und solidarische Grüße aus dem LesBiSchwulTransQueeren* Tortenessen, Bern
Courage for collective queer self defense!