Dossier
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Die Personalkosten sind nicht der Grund für die Probleme von VW, Daimler oder BMW, auch nicht von Conti, Bosch oder ZF. (IG Metall Verhandlungsführer Thorsten Gröger, 28.10.2024, ZDF) Deshalb gibt es keinen Grund, die Löhne in der Auto- und Zulieferindustrie zu senken. Die IG Metall hat aber allen Grund, die Einkommen und sozialen Rechte der Arbeiter:innen zu verteidigen! In den ersten drei Quartalen 2024 haben die großen drei VW, Mercedes und BMW Profite in Höhe von etwa 20 Milliarden Euro erzielt. Die Krise wird herbeigeredet, um Ängste zu schüren und Sozialabbau durchzusetzen. Unbegreiflich, dass die IG Metall dennoch erklärt: »Wir sind bereit, einen Beitrag zu leisten.«.
..“ Aus dem Leitartikel „Wem gehören die Fabriken? Euch gehören die Fabriken!“ der
„Aktionszeitung – für eine Verkehrsindustrie mit Zukunft“
Nr. 1 vom März 2025, mit der auch die IG Metall zum Widerstand statt Sozialpartnerschaft aufgerufen wird – siehe weitere herstellerübergreifende Aufrufe aus der Autoindustrie:
„Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“: Die IG Metall ruft für Montag, 21. September, bundesweit in allen Betrieben der Automobil- und Zulieferindustrie zu einem Aktionstag auf
„
Die Beschäftigten der Autoindustrie leisten Widerstand gegen die Spar- und Verlagerungsfantasien ihrer Konzernbosse. Beim bundesweiten Aktionstag werden sie ein deutliches Zeichen setzen: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Sparen, sondern durch Investitionen.
Am
21. September
werden die Beschäftigten der Automobilindustrie ein deutliches Zeichen setzen – bundesweit bei unzähligen betrieblichen Aktionen, bei unzähligen Zulieferbetrieben und Herstellern. Nicht länger werden sie sich zu Sündenböcken machen lassen für eine Krise, die sie nicht verursacht haben. Nicht länger werden sie die Zeche für Managementfehler und die Folgen geopolitischer Konflikte zahlen. Damit ist jetzt Schluss!
Die Beschäftigten sagen: Jetzt reicht’s!
Aktuell sind die Strategien der Konzernbosse an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Die Beschäftigten sollen mehr arbeiten, weniger verdienen oder gar ihren Job verlieren, während die Unternehmen Milliarden an Aktionäre auszahlen. Verlagerung, Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen stehen in ganz Deutschland auf dem Programm. Allein letztes Jahr haben die Konzernbosse über 50.000 Jobs in der Automobilindustrie vernichtet. Die Firmenchefs sind dabei, Deutschlands wichtigsten Wirtschaftszweig und zentralen Pfeiler für Wohlstand in die Bedeutungslosigkeit zu führen und abzuwirtschaften. Es droht der Totalschaden der Traditionsbranche. Dabei ist doch klar: Aus der Krise und zu mehr Wettbewerbsfähigkeit kommt die Branche nicht durch
ein Sparprogramm, sondern nur durch Investitionen und Innovationen
.
Beschäftigte aller Marken stehen zusammen
Die Krise der deutschen Automobilindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht, weil die Vorstände der Autokonzerne reihenweise falsche Entscheidungen getroffen haben: Zu spät wurden kleine erschwingliche Modelle angeboten. Bei Digitalisierung und Batterien wurden wichtige Entwicklungen verschlafen. Investitionen in Zukunftstechnologien und Standorte wurden vernachlässigt. Deswegen heißt es jetzt für die Beschäftigten: Widerstand. Die Beschäftigten einiger Zulieferer und Hersteller haben ihren Konzernbossen bereits mit
einigen Aktionen einen heißen Sommer
beschert. Am 21. September werden sie gemeinsam und bundesweit in ihren Betrieben verdeutlichen, was nun Phase sein muss. Sie fordern: Es braucht Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung und sichere Standorte — nicht nur kurzfristige Kostensenkung
…“
Aufruf vom 11. August 2026 bei der IG Metall
(„Am 21. September wird es laut. Bundesweiter Aktionstag: Beschäftigte der Autoindustrie wehren sich gegen Kahlschlag“)
Vergleiche die Argumentation mit der jenigen der
Resolution der IG Metall Vertrauensleute Mercedes Benz Untertürkheim: „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik! Die Bosse wollen Klassenkampf? Können sie haben!“
und ihrer Nachfolgern
Kahlschlag in der Auto- und Zulieferindustrie – Gegenwehr der Beschäftigten
Beitrag vom 19. Dezember 2025
bei der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG)
„Nicht die Zeiten sind schlecht, sondern die Machtverhältnisse“: Gemeineigentum ist keine Utopie
Rede von Thorsten Donnermeier, Vertrauensmann bei VW Kassel, bei einer Betriebsversammlung am 04.06.2025 im Volltext im Dossier:
Kahlschlag bei VW ab 2024? Autobauer plant …