Dossier
„« Wir sind Teil der Lösung», behauptet die Vonovia in ihrem am 18. März 2022 veröffentlichten Geschäftsbericht 2021. Es sei «das erfolgreichste Jahr unserer Unternehmensgeschichte» gewesen, verkündete Vonovia-Boss Rolf Buch bei der Präsentation der Ergebnisse. Der wirtschaftliche Erfolg sei Basis für die Übernahme von Zukunftsverantwortung für die Wohnungsversorgung und den Klimaschutz. Die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen sieht das anders. Das auf aggressives Wachstum und effiziente Mietenabschöpfung zugunsten der Finanzanleger ausgerichtete Geschäftsmodell wird mit jeder Übernahme zu einem größeren Problem für die soziale und ökologische Wohnungsversorgung. Die hohe Gewinnausschüttung – vom Vorstand vorgeschlagen werden 1,3 Milliarden Euro – ist weniger gerechtfertigt als jemals zuvor. In diesem Text beschäftigen wir uns insbesondere mit der Abschöpfung der Miete und konzentrieren uns dabei auf den aktuellen Geschäftsbericht .“ Broschüre von Knut Unger – Infos und Gratis-Download bei der RLS , siehe dazu:
Aktionswoche »Viva la Musica – enteignet Vonovia« der Lebenslaute vom 1. bis 8. August in Bochum mit Konzerten und einer Demonstration „ An diesem Wochenende fand eine größere Probe für die Aktionswoche der Gruppe Lebenslaute am 1. bis 8. August im Ruhrgebiet – vor allem in Bochum – statt. Das Motto der Aktion „Viva la musica – enteignet Vonovia„. Als lokale Gruppe unterstützt Attac Bochum die Aktion …“ Meldung vom 21.06.26 bei bo-alternativ („Lebenslaute im August in Bochum: Mit Pauken und Trompeten für das Menschenrecht auf Wohnen“ – siehe beim Projekt Lebenslaute alle Infos zum Konzert am Freitag 07.08.2026 ab 19:00 Uhr im Kunstmuseum Bochum (Kortumstraße 147 in 44777 Bochum) und musikalischen Protestzügen durch die Bochumer Innenstadt am Samstag 08.08.2026 mit Abschlusskonzert mit Kundgebung um 12 Uhr am Husemannplatz. Leider neu dazu: Stadt Bochum verhindert Konzert am 7.8 im Kunstmuseum wegen Kritik an Vonovia: Lebenslaute spielt “ deswegen davor“ – musikalischer Protest durch die Innenstadt am Samstag noch erlaubt… Viva la Musica – enteignet Vonovia! Kundgebung wegen des verbotenen Konzerts findet neben dem Kunstmuseum statt „ Am Freitag, dem 7. August lädt die Initiative Lebenslaute um 19 Uhr zu einem Kundgebung unter dem Motto „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ ein. Ort ist der Goetheplatz neben dem Kunstmuseum. Die Musikstücke werden mit Texten umrahmt, die das Motto näher erläutern. Die Stadt Bochum hatte verboten, dass die Vorstellung – wie ursprünglich vereinbart – im Museum stattfinden darf .“ Meldung vom 30.07.26 bei bo-alternativ und Lebenslaute dazu: Stadt Bochum verhindert Konzert im Kunstmuseum wegen Kritik an Vonovia: Lebenslaute spricht von politischem Eingriff in die Kunstfreiheit und fordert Stellungnahme des Stadtrats „ Das geplante Konzert „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ im Kunstmuseum Bochum kann nach Angaben des politischen Orchesters Lebenslaute nicht wie vorgesehen stattfinden. Geplant war ein Konzert mit klassischer Musik und Redebeiträgen zu Wohnungsnot, Verdrängung und dem Geschäftsmodell großer Immobilienkonzerne. Nachdem in der Veranstaltungsankündigung Vonovia als Beispiel genannt wurde, wurde die bereits getätigte Raumreservierung gekündigt. Zur Begründung heißt es in einem Schreiben des Kunstmuseums Bochum: „Ihre Zusicherung, dass Strafvorschriften nicht verletzt werden, ist für uns nicht nachvollziehbar, wenn Sie weiterhin den Namen des Wohnungsbauunternehmens Vonovia nennen wollen.“ Weiter heißt es: „Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei Ihren Ausführungen um Verleumdungen und üble Nachrede handelt.“ Lebenslaute weist diese Unterstellung entschieden zurück. Aus Sicht des Orchesters wird hier eine seit Jahren öffentlich geführte Kritik am Geschäftsgebaren von Vonovia in die Nähe einer Straftat gerückt. Die Auseinandersetzung mit Mietenpolitik, Wohnungsnot und der Rolle großer Wohnungskonzerne ist Teil der öffentlichen Debatte und darf in einer demokratischen Gesellschaft nicht aus dem Kulturbetrieb verdrängt werden. „Wenn ein Konzert über Wohnungsnot nicht stattfinden darf, weil ein profitorientierter Immobilienkonzern sich gestört fühlen könnte, zeigt das, wie groß der Einfluss solcher Unternehmen inzwischen ist“, erklärt Viola Forte von Lebenslaute. „Die Stadt Bochum macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen wirtschaftlicher Interessen.“ Hier wird unter politischem Druck ein unliebsamer kritischer Kulturbeitrag verhindert …